Morgan Stanley beantragt eine nationale Treuhandbank-Lizenz, um Krypto-Dienste auszubauen, Staking- und Handelsdienstleistungen für institutionelle Investoren anzubieten.
Eine große Wall-Street-Bank erweitert ihre Aktivitäten im digitalen Vermögensmarkt. Das Finanzunternehmen ist in die USA gegangen, um eine nationale Treuhandbank-Lizenz zu beantragen. Damit zeigt sich das zunehmende Interesse institutioneller Akteure an Kryptowährungsdiensten und staatlich überwachten digitalen Vermögensverwahrungen.
Morgan Stanley hat am 18. Februar 2026 einen Antrag auf eine de novo nationale Treuhandbank-Lizenz gestellt. Laut einem Bericht von Bloomberg würde die Lizenz der Bank ermöglichen, den Ausbau regulierter Krypto-Dienste voranzutreiben.
BREAKING:
🇺🇸 $2 Billionen Morgan Stanley hat eine nationale Treuhandbank-Lizenz für die Verwahrung und den Handel mit Krypto-Assets beantragt. pic.twitter.com/WEnzAk9fsy
— Ash Crypto (@AshCrypto) 27. Februar 2026
Die vorgeschlagene Institution wird unter dem Namen Morgan Stanley Digital Trust, National Association operieren. Die neue Einheit soll digitale Vermögensverwahrung und Treuhanddienste anbieten. Damit können institutionelle Kunden auf die regulierte Infrastruktur für Kryptowährungen zugreifen.
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Der Sitz der geplanten Treuhandbank wird in Purchase, New York, sein. Von dort aus möchte die Institution Vermögensverwaltung und institutionelle Investoren in den gesamten USA bedienen. Ziel ist es, sich im aufstrebenden Digital-Asset-Markt weiter zu etablieren.
Ein wichtiger Service wird die Unterstützung bei der Verwahrung von Kryptowährungen sein. Kunden können digitale Vermögenswerte wie Bitcoin, Ethereum und Solana sicher speichern. Diese regulierte Verwahrungsstruktur könnte Sicherheitsbedenken bei institutionellen Investoren minimieren.
Zusätzlich plant die Treuhandbank den Handel und die Übertragung digitaler Vermögenswerte. Kunden können Käufe, Verkäufe, Tauschgeschäfte und Überweisungen über die Plattform abwickeln. Damit können Investoren Kryptowährungsstrategien in umfangreichere Finanzportfolios integrieren.
Ein weiterer geplanter Service ist das Staking von Kryptowährungen. Durch Staking können Kunden Belohnungen erhalten, indem sie am Betrieb des Blockchain-Netzwerks teilnehmen. Die Treuhandbank möchte Staking-Dienste auf Treuhandbasis anbieten, um regulatorische Aufsicht zu gewährleisten.
Die Treuhandlizenz unterstützt auch Pläne zur Erweiterung der digitalen Vermögenshandelsdienste. Die Bank plant, den Handel mit Kryptowährungen auf der E*Trade-Retail-Plattform zu starten. Dieses Feature könnte in Zukunft im Jahr 2026 für Nutzer verfügbar sein.
Anfang des Jahres stärkte die Bank ihre Führungsposition im Bereich digitaler Vermögenswerte. Im Januar 2026 wurde Amy Oldenburg zur Leiterin der Digital-Asset-Strategie ernannt. Ihre Aufgabe ist es, die Infrastruktur für Kryptowährungen und die institutionelle Akzeptanz zu fördern.
Zudem hat die Bank kürzlich Anträge für börsengehandelte Fonds im Zusammenhang mit Kryptowährungen eingereicht. Diese Anträge umfassen Spot-Investmentprodukte mit Bitcoin, Solana und gestaktem Ether. Damit erweitert die Bank ihre Präsenz in verschiedenen Segmenten des digitalen Vermögensmarkts.
Morgan Stanley wird eine der ersten großen Wall-Street-Institutionen, die eine spezielle Krypto-Treuhandlizenz anstreben. Andere Unternehmen prüfen ähnliche regulierte Dienste, wie Ripple, BitGo, Fidelity Digital Assets und Paxos.
Die nationale Treuhandlizenz bietet spezialisierte Treuhanddienste ohne traditionelle Bankeinlagen. Damit können Institutionen Krypto-Verwahrung und Asset-Management unter staatlicher Aufsicht anbieten, ohne die Komplexität des Retail-Bankings.
Wichtig ist, dass die regulatorischen Bedingungen im Jahr 2026 vorteilhafter für digitale Vermögenswerte erscheinen. Finanzinstitute integrieren Blockchain-Dienste langsam in den Mainstream der Investitionsmöglichkeiten. Dadurch wächst die Beteiligung institutioneller Akteure an der Kryptowährungsbranche weltweit.