Mit dem Jahr 2026 steht Südkoreas Krypto-Regulierung vor einem entscheidenden juristischen Meilenstein. Laut Berichten der „Chosun Ilbo“ hat das Oberste Gericht Südkoreas kürzlich eine wegweisende Entscheidung getroffen, die eindeutig feststellt: Bitcoins, die auf Konten in koreanischen Krypto-Börsen gespeichert sind, gehören zum rechtlich beschlagnahmbaren und einzuziehenden Vermögen. Dies ist das erste Mal, dass eine höchste gerichtliche Instanz in Südkorea eine klare Antwort auf die Frage gibt, ob Bitcoins innerhalb einer Börse eingezogen werden können, und beendet damit eine langanhaltende rechtliche Grauzone.
Diese Entscheidung wurde am 11. Dezember 2025 gefällt und basiert auf einem Geldwäsche-Ermittlungsfall. Im Rahmen der Ermittlungen beschlagnahmten die Behörden etwa 55,6 Bitcoins im Wert von rund 600 Millionen Won. Der Verdächtige argumentierte, dass Bitcoins als digitale Aufzeichnungen innerhalb eines Kontos nicht unter die in der „Strafprozessordnung“ vorgesehenen „körperlichen Vermögenswerte“ fallen. Das Gericht wies diese Argumentation jedoch letztlich zurück.
Das Oberste Gericht stellte in seinem Urteil fest, dass Gegenstände, die nach der „Strafprozessordnung“ beschlagnahmt werden dürfen, nicht nur physische Gegenstände umfassen, sondern auch elektronische Informationen, die eigenständig verwaltet werden können, einen klaren wirtschaftlichen Wert besitzen und durch den Einzelnen substantiell kontrolliert werden können. Das Gericht betonte, dass Bitcoins durch den privaten Schlüssel kontrolliert werden und innerhalb der Börse ebenso disponibel und handelbar sind, weshalb sie den rechtlichen Standards für die Einziehung in Strafverfahren entsprechen.
Diese Entscheidung ist kein Einzelfall, sondern setzt die bisherige Rechtsprechung fort. Bereits 2018 hatte das Oberste Gericht Südkoreas bestätigt, dass Bitcoins als immaterielle Vermögenswerte mit wirtschaftlichem Wert gelten; in einem Urteil aus dem Jahr 2021 wurden virtuelle Vermögenswerte in Betrugsfällen offiziell als geschützte Eigentumsrechte anerkannt. Mit der aktuellen Entscheidung wird zudem die Durchsetzbarkeit im Strafverfahren weiter präzisiert.
Während die Justiz klare Vorgaben macht, treiben die Regulierungsbehörden gleichzeitig die Aufrüstung ihrer Durchsetzungsinstrumente voran. Die südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden prüfen die Einführung eines „Konto-Sperrmechanismus“ ähnlich dem im Wertpapiermarkt, um zu verhindern, dass betroffene Krypto-Assets vor Einleitung eines Verfahrens oder einer Anklage schnell auf private Wallets oder ausländische Plattformen transferiert werden. Experten weisen darauf hin, dass die Nachverfolgung und Durchsetzung erheblich erschwert wird, sobald Vermögenswerte die regulierten Plattformen verlassen.
Auf der Ebene der Durchsetzung verschärft Südkorea die Compliance-Prüfungen im Krypto-Sektor kontinuierlich. Mehrere inländische Plattformen wurden bereits wegen Geldwäsche- und interner Kontrollprobleme mit hohen Geldstrafen belegt, was die Branche insgesamt stärker reguliert.
Rechtskreise sind sich einig, dass dieses Urteil des Obersten Gerichts eine klare juristische Grundlage für zukünftige Fälle virtueller Vermögenswerte schafft, die Durchsetzungseffizienz in Südkorea im Krypto-Bereich deutlich erhöht und die Eigentumsrechte an digitalen Vermögenswerten wie Bitcoin im Rechtssystem umfassend bestätigt.
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