
Autor: Yuan Shan Dong Jian
Datenquelle: Farside Investors, SoSoValue, Federal Reserve H.4.1 Bericht, CryptoQuant
Der erste Handelstag im Jahr 26 verzeichnete einen Tagesnettozufluss von 4,71 Milliarden US-Dollar bei BTC-ETFs.
Was bedeutet diese Zahl?
In den beiden Monaten November und Dezember flossen insgesamt etwa 4,57 Milliarden US-Dollar aus Spot-BTC-ETFs ab; im Dezember allein waren es etwa 1,09 Milliarden US-Dollar.
Viele haben bei über 93K wild Verluste realisiert, während Institutionen am 2. Januar innerhalb eines Tages etwa ein Zehntel davon zurückgekauft haben.
Gleichzeitig passiert:
Die Bilanz der Federal Reserve wächst wöchentlich um ca. 59,4 Milliarden US-Dollar (WALCL: 31.12. bei 6,6406 Billionen, eine Erhöhung um ca. 594 Millionen im Vergleich zu 24.12.)
Neue große Wale besitzen mehr als 100.000 BTC (120 Milliarden US-Dollar)
BTC stieg von 87,5K auf 93K ( +6,8%)
Diese drei Daten gleichzeitig deuten auf eine Veränderung im Kapitalfluss hin.
Der Anstieg 2025 basiert auf „Narrativen“ (Halbierung, ETF-Start), 2026 auf „echtem Geld“ (Federal Reserve lockert Geldpolitik, Institutionen kaufen, große Wale horten).
Dies ist die zweite Phase des Marktes: vom emotionsgetriebenen zum kapitalgetriebenen Aufschwung.
In den beiden Monaten November und Dezember flossen insgesamt etwa 4,57 Milliarden US-Dollar aus Spot-BTC-ETFs ab; im Dezember allein ca. 1,09 Milliarden US-Dollar. Privatanleger haben bei 90–93K massiv Verluste realisiert, Angst und Panik breiten sich aus.
Am 2. Januar flossen jedoch 471 Millionen US-Dollar in einen einzigen Tag in BTC-ETFs – das höchste Tagesvolumen seit dem 11.11.2025.
Was bedeutet das? Institutionen übernehmen die Verluste der Privatanleger.
Daten anschaulich:
BlackRock IBIT ist derzeit der größte einzelne BTC-Spot-ETF; in Bezug auf Handelsaktivität wird IBIT oft mit fast 70 % des Handelsvolumens angegeben.
Der Gesamtwert der Spot-BTC-ETFs liegt im Billionen-Dollar-Bereich.
Die kumulierten Handelsvolumina der US-Krypto-ETFs haben 2 Billionen US-Dollar überschritten.
Im März 2022 startete die Fed mit QT (Quantitative Tightening), das fast 3 Jahre andauerte. QT bedeutet, Liquidität aus dem Markt zu ziehen, was die Hauptursache für den Absturz aller Risikoanlagen 2022–2023 ist.
Laut offiziellen Quellen (Reuters, Fed-Berichte etc.) endet das QT am 1.12.2025.
Seit Januar wird die Fed nicht nur kein Geld mehr abziehen, sondern Geld zuführen.
Die Bilanz der Fed wächst wöchentlich um ca. 59,4 Milliarden US-Dollar (WALCL: 31.12. bei 6,6406 Billionen, eine Erhöhung um ca. 594 Millionen im Vergleich zu 24.12.)
Seit Dezember kauft die Fed automatisch kurzfristige Staatsanleihen, um die Reserve zu erhöhen (RMP), etwa 40 Milliarden US-Dollar in der ersten Woche; die Marktteilnehmer erwarten, dass die langsame Expansion der Bilanz fortgesetzt wird, jedoch in kontrollierbarem Umfang.
Kurz gesagt: Der entscheidende Wendepunkt ist von „Geld abziehen“ zu „Geld zuführen“.
On-Chain-Daten zeigen, dass neue große Wale BTC in Rekordgeschwindigkeit anhäufen:
Neue Adressen mit mehr als 100.000 BTC im Bestand, im Wert von ca. 120 Milliarden US-Dollar.
Tether kaufte an Silvester 8.888 BTC (7,8 Millionen US-Dollar), insgesamt mehr als 96.000 BTC im Bestand.
Langzeit-Halter (Long-term Holders) sind in den letzten 30 Tagen in einen „Netto-Kumulativ“-Zustand übergegangen.
Aber es gibt eine wichtige Kontroverse: Der Forschungsleiter von CryptoQuant weist darauf hin, dass einige Daten zu „großen Walen“ durch interne Wallets der Börsen verzerrt sein könnten. Nach Filterung der Börsenfaktoren zeigen echte große Wale (100–1000 BTC) eine leichte Reduktion.
Wirkliche Kaufaktivitäten kommen vor allem von: neuen großen Walen (kleinere, diversifizierte Adressen) + ETF-Investoren.
Gemeinsam ist diesen drei Signalen: Das Kapital fließt hinein, und zwar „intelligentes Geld“.
Seit März 2022 startet die Fed mit QT, die Bilanz schrumpft von 9 auf 6,6 Billionen US-Dollar, insgesamt wurden 2,4 Billionen US-Dollar Liquidität abgezogen.
Was geschah während QT?
2022: Nasdaq -33 %, BTC -65 %
2023: Zinsanstieg auf 5,5 %, FTX-Insolvenz, Luna-Wipeout
Alle Risikoanlagen stehen unter Druck.
Aber im Dezember 2025 endet das QT. Ab Januar beginnt die Fed mit „Reserve-Management-Käufen“. Das ist kein QE (quantitative Lockerung), aber die Liquidität wird nicht mehr weiter abgezogen, sondern in begrenztem Umfang zugeführt.
Was bedeutet das für BTC?
Historischer Vergleich: Im März 2020 startete die Fed mit unlimitiertem QE, BTC stieg von 3.800 USD auf 69.000 USD (+1.715%). Das Volumen war damals viel größer, aber die Richtung hat sich geändert.
Mehr US-Dollar fließen in den Markt und suchen nach renditestarken Anlagen. BTC als „digitales Gold“ ist ein natürlicher Empfänger von Liquidität.
Im Januar 2024 startet der Spot-BTC-ETF, was die Einstiegshürde für institutionelle Investoren deutlich senkt.
Warum flossen im Dezember Gelder ab? Privatanleger FOMO, kaufen bei 93K auf.
Warum fließen im Januar Gelder rein? Institutionelle rationalen Kauf bei 87–90K.
Wichtige Daten:
Vor dem Start des ETFs mussten Institutionen eigene Cold Wallets aufbauen, Teams schulen, regulatorische Risiken managen. Nach dem Start reicht ein Klick bei der Broker-Plattform.
Traditionelle Wale (Einstieg zwischen 2013–2017) könnten bei Hochständen Gewinne realisiert haben. Ihre Kostenbasis ist extrem niedrig (einige Hundert bis Tausend USD), 90K ist eine astronomische Rendite.
Neue große Wale (Einstieg zwischen 2023–2026) übernehmen die Positionen. Ihre Kostenbasis liegt bei 50.000–70.000 USD, 90K ist nur der Anfang.
Das Tether-Modell ist typisch: Seit Mai 2023 kauft jede Quartal 15 % Gewinn in BTC. Egal ob BTC bei 60.000 oder 40.000 USD steht, es wird kontinuierlich gekauft. Das wird über 10 Quartale durchgezogen, ohne Unterbrechung.
Durchschnittliche Kosten: 51.117 USD, aktueller Preis 93K, Gewinn über 3,5 Milliarden USD.
Das ist kein Glück, sondern Disziplin.
Es ist ein „Generationenwechsel bei den Chips“, vom „Frühphasen-Glauben“ zu „Institutionen-Strategie“. Alte Wale realisieren Gewinne, neue Wale übernehmen. Die Marktstruktur wird gesünder, die Besitzverteilung breiter.
Der Forschungsleiter von CryptoQuant weist darauf hin, dass die Daten zu „großen Walen“ durch Börseninterne Wallets verzerrt sein könnten: Konsolidierung (Consolidation) wird fälschlicherweise als „Wale-Kauf“ interpretiert.
Nach Filterung der Börsenfaktoren zeigen echte große Wale (100–1000 BTC) eine leichte Reduktion.
Wirkliche Kaufaktivitäten kommen vor allem von: neuen großen Walen (kleine, diversifizierte Adressen) + ETF-Investoren.
Was bedeutet das?
Daten müssen kritisch geprüft werden, nicht alles glauben. Der echte Kauf ist vorhanden, aber nicht so extrem wie die Rohdaten suggerieren. Der Markt wächst eher durch „kontinuierliche kleine Käufe“ als durch „große Einzeltransaktionen“.
Das ist eigentlich positiv. Es zeigt, dass der Markt breiter aufgestellt ist und nicht von wenigen Großinvestoren dominiert wird.
Die Expansion ist eine „technische Käufertätigkeit zur Reserve-Erhöhung“, anders als QE, und in kontrollierbarem Umfang. Wenn der Markt das zu sehr als QE 2020 interpretiert, wird es enttäuschend.
Derzeit ist RMP eine technische Käufertätigkeit, keine aktive Geldinjektion. Das Volumen ist deutlich kleiner als bei 2020 (damals monatlich über 100 Mrd. USD).
Das bedeutet: Die Liquiditätsverbesserung ist begrenzt. BTC wird nicht wie 20–21 „blind nach oben schießen“ (von 4K auf 69K). Es braucht eine klarere geldpolitische Wende (z.B. Zinssenkungen, Wiederaufnahme von QE).
2026 könnte eine „langsame Hausse“ werden.
Institutionen kaufen bei 87–90K, Privatanleger bei 93K. Wenn BTC auf 88K korrigiert:
Institutionen bleiben profitabel, halten weiter; Privatanleger sind im Verlust, panisch Verluste realisieren.
Ergebnis: Institutionen übernehmen wieder bei niedrigen Kursen.
Das ist ein ewiger Kreislauf:
Die Daten von November–Dezember sind der beste Beweis: Privatanleger realisieren bei 93K Verluste (insgesamt ca. 4,57 Milliarden US-Dollar), Institutionen übernehmen bei 87K (am 2.1. Tagesnettozufluss 471 Millionen US-Dollar). Die Gewinne der Institutionen kommen von den Panikverkäufen der Privatanleger.
Kernlogik: Halbierung + ETF-Start + Angebots-Impuls nach Halbierung
Kapitalquellen: FOMO der Privatanleger, vorsichtige Allokation der Institutionen
Preisentwicklung: von 25.000 auf 73.000 (+192%)
Risiko: Nach Erfüllung der Narrative fließt das Kapital wieder ab (zwei Monate Nettoabflüsse von ca. 4,57 Milliarden US-Dollar in Nov–Dez)
Kernlogik: Fed lockert Geldpolitik + kontinuierliche ETF-Zuflüsse + neue große Wale horten
Kapitalquellen: langfristige Institutionen, Staatsfonds, Family Offices
Preisentwicklung: von 87.000 auf 93.000 (+6,8 %, erst der Anfang)
Vorteil: Kapitalgetriebene Aufwärtsbewegung ist nachhaltiger als narrative.
Antrieb hat sich geändert: 25 basiert auf „Erwartungen“, 26 auf „echtem Geld“. Narrative können sich über Nacht ändern (z.B. SEC-Meinung, Regulierungen), aber Kapitalzuflüsse sind reale Käufe.
Nachhaltigkeit hat sich geändert: Narrative können verblassen (Halbierungseffekt nimmt ab, Frische des ETF-Starts verschwindet), aber Kapital bleibt (Institutionen investieren langfristig, kein häufiges Hin- und Her).
Volatilität: In der kapitalgetriebenen Phase sind die Schwankungen geringer. Institutionen kaufen gegen den Trend, Privatanleger jagen nach oben und verkaufen bei Rücksetzern.
Das bedeutet: 2026 wird wahrscheinlich kein „rasantes Hoch und Absturz“ wie 2021, sondern eher eine „langsame Hausse“: Schritt für Schritt nach oben, mit kleinen Rücksetzern.
Privatanleger müssen sich auf den neuen Rhythmus einstellen, keine „Übernacht-Verdopplung“ erwarten, Geduld haben.
Vergleichbar mit Gold 2019–2024: Gold stieg von 1.300 auf 2.700 USD (+107%) in 5 Jahren. Kein rasantes Hoch, aber auch kein Absturz. Das ist das Marktmuster bei institutioneller Dominanz.
Nicht nur auf Kerzencharts schauen, sondern auf Kapitalflüsse:
Diese drei Indikatoren sind wichtiger als jede technische Analyse. Kerzen können täuschen (z.B. Fake Breakouts, Washouts), aber Kapitalflüsse lügen nicht.
Institutionen kaufen bei Panik der Privatanleger, verkaufen bei FOMO. Wenn du immer nach oben jagst, wirst du geerntet.
Lernen:
Der „rasante Anstieg“ 2021 wird sich nicht wiederholen. Dieses Mal ist die Hausse eher:
Wenn du auf „Übernacht-Verdopplung“ hoffst, wirst du enttäuscht. Aber mit Geduld könnte diese Hausse sogar angenehmer sein als die letzte. Rücksetzer sind kleiner, das Nervenkostüm bleibt stabil.
Früher fiel BTC von 69K auf 15K, Verlust 78 %. Viele haben bei 60K, 50K, 40K Verluste realisiert, nur um bei 15K verzweifelt zu sein.
Wenn 2026 eine langsame Hausse ist, könnten Rücksetzer nur 15–20 % betragen. Von 90K auf 75K, nicht von 90K auf 20K. In diesem Umfeld ist Halten leichter, die Stimmung ruhiger.
Letzte Aussage: Das Verständnis der Kapitalbewegungen der Institutionen ist wichtiger als die Preisprognose. Wenn du die Kapitalflüsse verstehst, wirst du nicht in Panik geraten, wenn es zu kaufen gilt, und nicht gierig, wenn es zu verkaufen ist.
Im Dezember haben Privatanleger bei 93K Verluste gemacht, im Januar haben Institutionen bei 87K zugekauft. Das ist der Unterschied.
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