Arabica-Kaffeepreis heute erholt sich, da der brasilianische Real stärker steigt

Der Arabica-Kaffeepreis heute zeigte am Donnerstag eine Erholung, da die Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Dollar eine Welle von Short-Coverings bei Terminkäufern auslöste. Der März-Kontrakt für Arabica stieg um 0,20 Cent (+0,06%), während der März-Kontrakt für Robusta-Kaffee um 0,52 Cent (-1,28%) zurückging, was auf divergierende Marktkraften bei den verschiedenen Kaffeesorten hinweist.

Währungsschwankungen treiben Short-Coverings bei Arabica-Futures an

Der brasilianische Real stieg auf ein 2,25-Monats-Hoch gegenüber dem US-Dollar, was die Wirtschaftlichkeit des Kaffeeexports veränderte. Wenn die lokale Währung aufwertet, haben brasilianische Produzenten weniger Anreiz, Verkäufe ins Ausland zu beschleunigen, da ihre Exporterlöse bei aktuellen Wechselkursen in mehr Reais umgerechnet werden. Diese Dynamik veranlasste Short-Verkäufer, Positionen zu decken, was den Anstieg des Arabica-Preises heute in den positiven Bereich trieb, trotz anfänglicher Schwäche.

Der anfängliche Abwärtsdruck resultierte aus Wettervorhersagen, die tägliche Regenschauer in Minas Gerais während der Woche prognostizierten – eine Entwicklung, die typischerweise die Preise belastet, da ausreichende Feuchtigkeit die Erntebedingungen unterstützt. Doch die durch die Währung getriebene Kaufaktivität erwies sich als stärker als der wetterbedingte Verkaufsdruck.

Angebotsdynamik: Lagerbestände erholen sich, Exporte ziehen sich zurück

Widersprüchliche Signale kamen aus den Lagerbestandsberichten der ICE. Arabica-Lagerbestände erholten sich bis Ende Januar auf 461.829 Säcke, nach einem Tief von 398.645 Säcken in November, das 1,75 Jahre alt war. Ebenso stiegen die Robusta-Lagerbestände auf 4.532 Lots, nach einem Tief von 4.012 Lots im Dezember. Diese Lageraufstockung wirkt sich typischerweise negativ auf die Arabica-Preisentwicklung aus, da sie auf eine ausreichende Versorgung hindeutet.

Die Exportdaten zeichneten jedoch ein anderes Bild. Brasiliens Kaffeeexporte im Dezember sanken im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 %, wobei die Arabica-Exporte speziell um 10 % auf 2,6 Millionen Säcke im Jahresvergleich zurückgingen. Robusta-Exporte brachen um 61 % im Jahresvergleich ein, was auf eine engere physische Versorgung trotz gesunder Lagerbestände hindeutet. Cecafe, Brasiliens Kaffeehandelsverband, führte die Schwäche vor allem auf eine reduzierte Verkaufsaktivität der Produzenten zurück.

Wetterbedenken in Brasilien kompensieren Produktionsgewinne

Der Niederschlag in Brasiliens wichtigsten Arabica-Anbaugebieten blieb deutlich hinter den historischen Normen zurück. In der Woche bis zum 16. Januar erhielt Minas Gerais nur 33,9 Millimeter Niederschlag – nur 53 % des klimatologischen Durchschnitts. Dieses unterdurchschnittliche Feuchtigkeitsmuster wirkt sich typischerweise preisdämpfend aus, da es das Pflanzenwachstum einschränkt.

Dennoch deuten Produktionsprognosen auf ausreichende Vorräte hin. Brasiliens Erntebehörde Conab hob ihre Schätzung für die Kaffeeproduktion 2025 im frühen Dezember auf 56,54 Millionen Säcke an, was einem Anstieg von 2,4 % gegenüber der September-Prognose entspricht. Diese Aufwärtsrevision deutet auf starke Erträge trotz jüngster Wetterbedenken hin und ist ein bärisches Signal für die langfristige Preisentwicklung bei Arabica-Kaffee.

Globale Kaffeeaussichten: Robusta-Schub drückt die Preise

Die dominierende Stellung Vietnams in der Robusta-Produktion setzte zusätzlichen Druck auf die breiteren Kaffeepreise. Die Kaffeeexporte des Landes stiegen 2025 um 17,5 % im Jahresvergleich auf 1,58 Millionen Tonnen, so Regierungsstatistiken, die Anfang Januar veröffentlicht wurden. Die Produktion soll um 6 % im Jahresvergleich auf 1,76 Millionen Tonnen steigen – ein Vier-Jahres-Hoch –, wobei Branchenverbände eine Steigerung von bis zu 10 % bei günstigen Wetterbedingungen annehmen.

Auf globaler Ebene berichtete die Internationale Kaffeeorganisation, dass die weltweiten Kaffeeexporte im laufenden Marketingjahr bis September um 0,3 % im Jahresvergleich zurückgingen, was auf eine knappe physische Verfügbarkeit hindeutet. Das USDA Foreign Agriculture Service prognostiziert jedoch, dass die Weltproduktion im Jahr 2025/26 ein Rekordniveau von 178,848 Millionen Säcken erreichen wird, ein Plus von 2,0 % im Jahresvergleich. Die Arabica-Produktion soll um 4,7 % auf 95,515 Millionen Säcke sinken, während Robusta um 10,9 % auf 83,333 Millionen Säcke steigt.

Diese konkurrierenden Trends – eine Verknappung bei Arabica im Vergleich zu einem Robusta-Schub – werden wahrscheinlich die kurzfristige Preisrichtung bei Arabica-Kaffee bestimmen. Händler sollten die Bewegungen der brasilianischen Währung beobachten, die derzeit den dominanten kurzfristigen Preistreiber zu sein scheinen, sowie Berichte über die Ernteentwicklung und Exportströme aus Brasilien und Vietnam.

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