Bill Ackman geht direkt auf das Chaos im amerikanischen Arbeitsumfeld ein: Eine Verwertungsindustrie aus Prozessen wegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse und LGBTQ

ChainNewsAbmedia

Der US-amerikanische Hedgefonds-Topmanager Bill Ackman hat kürzlich in einem Social-Media-Beitrag einen langen Text veröffentlicht und dabei selten öffentlich interne Streitigkeiten in seinem Family Office offengelegt. Er zielt auf eine ehemalige Mitarbeiterin bzw. einen ehemaligen Mitarbeiter ab, der bzw. die über Vorwürfe der „Diskriminierung aufgrund des Geschlechts“ versucht habe, eine hohe Abfindung zu erlangen, und stellt zugleich die Frage, ob im aktuellen US-Arbeitsmarkt bereits eine Art „graue Industrie“ entstanden ist, die „diskriminierungsbezogene Klagen missbraucht“.

Bill Ackman: Sturm im Family-Office

In dem Post erklärte Ackman, er habe das Family Office TABLE vor etwa 15 Jahren gegründet. Die ursprüngliche Idee sei gewesen, damit Dinge außerhalb des Investments ausgelagert und gemanagt würden. Doch mit der Zeit seien die internen Stellen und die Betriebskosten des Instituts kontinuierlich angewachsen, sogar mit Problemen wie hoher Fluktuation und sinkender Effizienz. Er räumt ein, dass er in der Vergangenheit lediglich jährlich routinemäßig die Finanzen geprüft und die Boni für die Führungsebene ausgegeben habe, ohne langfristig in die operativen Detailfragen einzugreifen. Erst als die Kosten in den letzten Jahren ungewöhnlich stark angestiegen seien, habe er sich zu einer umfassenden Überprüfung entschlossen.

Dafür habe er einen Neffen engagiert, der gerade aus Großbritannien zurückgekehrt war, um die internen Ermittlungen und Reformen durchzuführen. Dieser Neffe habe durch sukzessive Einzelinterviews mit den Mitarbeitern die Probleme in der Organisation herausgearbeitet und letztlich geholfen, das Unternehmen neu zu strukturieren – einschließlich der Abschaffung von rund einem Drittel der Belegschaft und dem Austausch der Führungsebene.

Der Streitpunkt tauchte dann bei einer internen Rechtsabteilung auf (im Text mit dem Decknamen Ronda benannt). Ackman führte aus: Die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter sei nach rund zweieinhalb Jahren Beschäftigung entlassen worden, habe jedoch unmittelbar danach Abfindung für zwei Jahre verlangt – in einer Größenordnung von knapp 2 Millionen US-Dollar, deutlich höher als das von dem Unternehmen angebotene Modell mit drei Monaten. Anschließend habe Ackman einen juristischen Brief von einer Anwaltskanzlei aus dem Silicon Valley erhalten. Darin wird behauptet, das Unternehmen habe „sexuelle Belästigung und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts“-Probleme, und es wird zudem erklärt, die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter sei mit einer Vergeltungsentlassung abgestraft worden.

Ackman stellt infrage, dass der Mitarbeiter mit Diskriminierungsvorwürfen den Preis hochtreiben will

Das juristische Dokument wirft vor, Ackmans Neffe habe während der Interviews gegenüber Mitarbeiterinnen Kommentare abgegeben, die sich auf Alter, Aussehen und Familienplanung bezogen hätten, und damit eine „unsichere Arbeitsumgebung“ geschaffen. Ackman betont jedoch, dass solche Aussagen bereits intern reflektiert worden seien: Damals habe das Unternehmen ein Training zur Sensibilität am Arbeitsplatz organisiert, und mehrere Mitarbeiter hätten bestätigt, dass die tatsächliche Lage nicht so gravierend gewesen sei, wie es in den Vorwürfen dargestellt werde. Er weist außerdem darauf hin, dass die juristische Person, die die Klage bzw. die Vorwürfe vorbringt, selbst für die Compliance des Unternehmens und die Aufsicht über das Personalwesen zuständig sei. Wenn das Problem tatsächlich so gewesen wäre, müssten bereits entsprechende Aufzeichnungen existieren.

Ackman stellt weiter in Frage, dass die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter im Zuge der Umstrukturierung des Unternehmens damit gerechnet habe, selbst entlassen zu werden. Daher habe sie bzw. er gezielt Diskriminierungsvorwürfe aufgebaut, um die Verhandlungsposition zu verbessern. Er führt aus, dass das Jahresgehalt dieser Rechtsabteilung bei 1,05 Millionen US-Dollar liege, die Tätigkeiten aber eher administrativ seien und auf Prozessmanagement ausgerichtet. Das sei „eindeutig überdurchschnittlich hoch eingestuft“; in einer organisationsweiten Straffung sei sie bzw. er damit zwangsläufig zu einem der vorrangig zu streichenden Kandidaten geworden.

Bill Ackman deckt die „Abfindungs- bzw. Klageindustrie“ rund um Diskriminierung auf

Ackman kritisierte, dass in den USA bereits eine Gruppe von Anwälten und Beteiligten entstanden sei, die sich darauf spezialisiert habe, „Vorwürfe wegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse oder LGBTQ“ zu konstruieren und damit zu agieren. Durch das Versenden von rechtlichen Drohschreiben mit vergleichsweise geringen Kosten würden sie Unternehmen dazu bringen, sich aus Gründen der Öffentlichkeitsarbeit und der Prozesskostenüberlegungen für einen Vergleich zu entscheiden. Er sagte, solche Fälle würden am Ende nahezu immer mit einer Vertraulichkeitsvereinbarung abgeschlossen, wodurch die Person, die die Vorwürfe erhebt, kein Reputationsrisiko tragen müsse. Stattdessen entstehe ein Anreiz im Verborgenen.

Ackman ist der Ansicht, dass das nicht nur die Betriebskosten von Unternehmen in die Höhe treibt, sondern auch nach hinten losgehen könne: Wenn Unternehmen bestimmte Gruppen anwerben wollten, würden sie noch vorsichtiger werden – was die potenzielle Diskriminierung wiederum verschärfen könnte. Er betonte, dass echte Diskriminierungsprobleme tatsächlich existierten und ernsthaft behandelt werden müssten, aber nicht als Verhandlungswerkzeug missbraucht werden dürften. Abschließend erklärte Ackman, er plane nicht, sich zu vergleichen. Er werde der Klage offen und direkt entgegentreten. Er hoffe, dass sein Vorgehen dazu ermutigen werde, dass mehr Unternehmensleiter sich dem „Kultur des Missbrauchs von Klagen“ entgegenstellen, und so seine negativen Auswirkungen auf Wirtschaft und das Arbeitsumfeld verringern.

Der Artikel: Bill Ackman stellt den US-Arbeitsalltag auf den Kopf und zielt direkt auf Missstände ab: Eine „Verwertungs- bzw. Monetarisierungs“-Industriekette aus Klagen wegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse und LGBTQ – Erstmals erschienen in Lianxin News ABMedia.

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