
Das Kernteam von Pi Network gab am 1. April bekannt, dass das Testnetz erfolgreich einen Remote Procedure Call (RPC)-Server bereitgestellt hat. Pi Network bezeichnet dies offiziell als „einen wichtigen Schritt für die Simulation, das Testen und die Bereitstellung von Smart Contracts“. Dies ist der neueste Fortschritt in einer Reihe aktueller technischer Updates; die Protokollversion wurde auf v20.2 aktualisiert, während die kommende Version v21 voraussichtlich die Grundlage für die Smart-Contract-Funktionalität legen wird.
RPC-Server spielen im Blockchain-Ökosystem die Rolle einer Brücke zwischen dem Netzwerk und der Außenwelt: Dezentrale Anwendungen (dApps), digitale Wallets und Entwickler-Tools müssen über RPC-Server Daten von der Blockchain abfragen (z. B. Token-Guthaben, Transaktionsverläufe) oder neue Transaktionen einreichen; die Server wandeln diese Anfragen in ein für die Knoten verständliches Format um und führen sie aus.
Die erfolgreiche Bereitstellung des RPC-Servers im Pi-Testnetz bedeutet, dass Entwickler nun das Verhalten von Smart Contracts in einer Sandbox-Umgebung simulieren und testen können, bevor sie im Mainnet offiziell unterstützt werden. So können Logik und potenzielle Schwachstellen umfassend geprüft werden, was das Risiko beim Live-Gang deutlich reduziert. Dies ist eine notwendige Voraussetzung für die Integration von Smart Contracts in die technische Roadmap von Pi Network und keine optionale Zusatzfunktion.
Seit den Ankündigungen zum Pi-Tag am 14. März hat Pi Network die Protokollversion in drei schnellen Schritten weiterentwickelt: v19.6 (Februar) → v19.9 (März) → v20.2 (derzeit). Das kommende v21-Update wird vom Core Team als „transformierende“ Version eingestuft; das Hauptziel ist die offizielle Aktivierung der Smart-Contract-Funktion. Nach der Integration der Funktionen sollen drei zentrale Anwendungsbereiche eröffnet werden:
NFT-Anwendungen: Prägung, Handel und automatische Tantiemenverteilung für digitale Assets
Verwahrungsdienste: Smart-Contract-basierte Verwahrung von Geldern, ohne Drittanbieter
Abonnement-System: Automatisierte wiederkehrende Zahlungen und Verwaltung von Service-Bermissions
Der Fortschritt bei der zweiten Migration ins Mainnet bleibt ein heiß diskutiertes Thema in der Community. Obwohl bereits tausende erfolgreiche Migrationen dokumentiert sind, sind einige Mitglieder der Meinung, dass die Migrationsprozesse noch optimiert werden sollten; die Akzeptanz dieses Fortschritts ist daher unterschiedlich.
Technische Meilensteine haben die Marktperformance des PI-Tokens bisher nicht entsprechend angetrieben. Seit Mitte März, als Kraken den Token gelistet hat und der Kurs auf 0,30 US-Dollar stieg, stieß PI auf starken Widerstand und bewegte sich seitdem seitwärts. Während die meisten mittelgroßen Altcoins in den letzten 24 Stunden deutlich zulegten, stieg PI weniger als 1 %, weit entfernt von 0,18 US-Dollar.
Der aktuelle Token-Entsperrplan ist kurzfristig der wichtigste Marktrisiko-Faktor: In den kommenden Wochen werden mehrere Entsperrtermine täglich mehr als 10 Millionen PI freigeben, was den Verkaufsdruck erhöhen könnte. Positiv ist, dass bei einigen Entsperrterminen im verbleibenden April die tägliche Freigabe auf unter 5 Millionen PI sinken soll; wenn der Markt die Aufnahmefähigkeit hat, könnte der kurzfristige Druck allmählich nachlassen.
Der RPC-Server ist eine notwendige Voraussetzung für die Umsetzung der Smart-Contract-Funktion bei Pi Network. Er ermöglicht es Entwicklern, die Logik vor dem Mainnet-Deployment in einer Testumgebung ausreichend zu validieren und potenzielle Schwachstellen zu erkennen. Dies markiert auch einen wichtigen technischen Meilenstein auf dem Weg zu einem vollständigen dApp-Ökosystem bei Pi: Die Voraussetzungen für die Kommerzialisierung von Szenarien wie NFT-Anwendungen, Verwahrungsdiensten und Abonnement-Systemen werden schrittweise geschaffen.
Das v21-Upgrade soll die Smart-Contract-Funktionalität offiziell aktivieren und Pi Network von einem reinen Token-Netzwerk zu einer allgemeinen Blockchain-Plattform weiterentwickeln, die dezentrale Anwendungen unterstützt. Langfristig können vielfältige Ökosystem-Anwendungen die tatsächliche Nutzung von PI steigern; jedoch ist eine unmittelbare Verbindung zwischen technischem Upgrade und Marktpreis nicht garantiert—kurzfristig bleibt dies durch Token-Entsperrungen und die allgemeine Marktlage beeinflusst.
In den nächsten Wochen wird es an mehreren Tagen Entsperrungen mit täglich über 10 Millionen PI geben, was potenziell kurzfristigen Verkaufsdruck erzeugen kann. Wenn Inhaber nach der Entsperrung sofort verkaufen, könnte dies zusätzlichen Widerstand unterhalb von 0,18 US-Dollar schaffen. Investoren sollten die Entsperrtermine genau beobachten und auf Volumenänderungen achten, die auf eine bedeutende Akkumulation oder einen Buy-the-Dip-Ansatz hindeuten.