BlockBeats-Nachrichten: Am 30. März wird der Vorsitzende der US-Notenbank (Federal Reserve) Powell heute Abend um 22:30 Uhr an einem öffentlichen Termin in Peking teilnehmen und Fragen aus dem Publikum beantworten. Vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen in der Lage im Nahen Osten und zunehmender Marktvolatilität gilt diese Rede als eines der meistbeachteten makroökonomischen Ereignisse der Woche.
Der Markt geht allgemein davon aus, dass Powell womöglich eine vorsichtige Haltung beibehalten und keine eindeutigen Signale für den Zinssenkungspfad geben wird. Angesichts dessen, dass die Inflation derzeit noch immer über dem 2%-Ziel liegt und zusätzlich durch Zölle und geopolitische Konflikte die Unsicherheit steigt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank kurzfristig die Zinsen unverändert lässt, und die Erwartung „keine Zinssenkung“ wird weiter verstärkt.
Zugleich bleibt die angespannte Beziehung zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und der US-Notenbank bestehen. Wenn Powell eine eher hawkishe oder abwartende Botschaft aussendet, rechnet der Markt damit, dass Trump erneut Druck ausüben wird, wodurch sich die geldpolitische Auseinandersetzung weiter zuspitzt.
Was die Fundamentaldaten betrifft, zeigen sich Schwächezeichen am US-Arbeitsmarkt: Im Februar ist die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze deutlich eingebrochen, während die Wirtschaftsaussichten unter Druck geraten. Dadurch gerät die US-Notenbank in ein Dilemma aus „hoher Inflation + Wachstumsschwäche“. Analysten weisen darauf hin, dass die Geldpolitik mit hoher Wahrscheinlichkeit abwartend bleibt, solange die Lage im Nahen Osten unklar ist; der weitere Marktverlauf wird daher weiterhin stark von Veränderungen in der geopolitischen Lage und dem Inflationspfad abhängen.