Eine Ethereum-Projektgruppe hat einen neuen Versuch angekündigt, ein zunehmend offensichtliches Problem des Ökosystems anzugehen: die Fragmentierung. Das Projekt mit dem Namen Ethereum Economic Zone (EEZ) wurde auf der EthCC in Cannes vorgestellt, mit dem Ziel, die Layer 2 von Ethereum wie ein einheitlicheres System arbeiten zu lassen.
EEZ wird von Gnosis, Zisk und der Ethereum Foundation entwickelt. Gnosis ist eine der langjährigsten Infrastrukturentwickler von Ethereum, während Zisk sich auf die Technologie des Zero-Knowledge-Proof konzentriert. Ihre Idee ist es, die Skalierungsnetze von Ethereum interaktiver zu gestalten, die Abhängigkeit von Bridges zu verringern und das fragmentierte Nutzererlebnis zu reduzieren.
Über viele Jahre hinweg hat Ethereum auf Layer 2 zur Skalierung gesetzt, aber der Preis dafür war die Fragmentierung: Vermögenswerte sind zwischen Netzwerken aufgeteilt, Werkzeuge müssen an verschiedenen Stellen neu aufgebaut werden, und Benutzer müssen oft Vermögenswerte über langsame, kostspielige und risikobehaftete Bridges hin und her transferieren.
EEZ möchte dies umkehren, indem es das Gefühl vermittelt, dass alle Netzwerke im Ethereum-Ökosystem zusammen ein System betreiben. Anwendungen und Transaktionen in verschiedenen Netzwerken können nahezu sofort interagieren, basieren jedoch weiterhin auf der Sicherheit von Ethereum. Gleichzeitig verwendet dieses Projekt weiterhin ETH als Haupt-Token für Gebühren, anstatt ein neues Token zu schaffen.
Dieser Schritt kommt auch zu einem Zeitpunkt, an dem die Debatte über die Layer-2-Strategie von Ethereum hitziger wird. Vitalik Buterin hat kürzlich betont, dass das Ökosystem seine Roadmap, die zu stark auf L2 angewiesen ist, überdenken muss, insbesondere wenn die Probleme der Fragmentierung und der Benutzererfahrung weiterhin bestehen. EEZ wird daher als ein direkter Versuch angesehen, genau diesen Engpass zu lösen.
Wenn dieses Framework von der Community angenommen wird, könnte es einen wichtigen Fortschritt für Ethereum darstellen, um viele fragmentierte Skalierungsebenen in ein einheitlicheres Erlebnis sowohl für Entwickler als auch für Benutzer zu verwandeln.
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