Südkorea verschärft die Kryptowährungs-Steuerregelung: Regierung plant Einsatz von KI zur Verfolgung von Wallets gegen Steuerhinterziehung

Am 13. März wurde bekannt, dass Südkorea kurz davor steht, ein formelles Steuersystem für Kryptowährungen einzuführen, und die örtlichen Steuerbehörden die Entwicklung von Überwachungstools für digitale Vermögenswerte beschleunigen. Die National Tax Service (NTS) hat mehrere Technologieunternehmen eingeladen, an Ausschreibungen teilzunehmen, mit dem Ziel, eine Analyseplattform zu entwickeln, die Kryptowallets und Transaktionsverhalten überwacht, um die Steuerverwaltung für Einkünfte aus Kryptowährungen zu stärken.

Laut südkoreanischen Medienberichten beläuft sich das Budget für dieses Projekt auf etwa 2 Millionen US-Dollar. Die Steuerbehörde möchte mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Datenanalyse-Technologien die Transaktionsdaten der wichtigsten regulierten Krypto-Handelsplattformen im Inland auswerten, um potenzielle Steuerhinterziehungsmuster zu erkennen. Nach Fertigstellung des Systems wird die Steuerverwaltung in der Lage sein, die Handelsaktivitäten der Investoren effizienter zu analysieren und potenzielle nicht gemeldete Einkünfte zu identifizieren.

Derzeit erhebt Südkorea noch keine Steuern auf private Gewinne aus Kryptowährungstransaktionen, doch diese Situation wird sich in Zukunft ändern. Laut geltendem Recht werden ab dem 1. Januar 2027 die Einkünfte aus Investitionen in Kryptowährungen der koreanischen Einwohner in das Einkommensteuersystem integriert. Neue Vorschriften verlangen, dass Einzelpersonen Steuern auf Gewinne über einem bestimmten Freibetrag zahlen, einschließlich 20 % Einkommensteuer plus Zuschläge. Wenn Steuerpflichtige ihre Einkünfte nicht ordnungsgemäß melden, drohen Nachzahlungen sowie hohe Bußgelder.

Das neue System wird neben der Analyse von Transaktionsdaten auch die Überwachung von P2P-Transaktionen der Einwohner sowie Erträge aus Investitionen in Krypto-Derivate unterstützen. Die Steuerbehörden sind der Ansicht, dass solche Transaktionen oft schwer von herkömmlichen Überwachungssystemen erfasst werden können, weshalb fortschrittlichere Datenanalysetools erforderlich sind, um sie zu erkennen.

Geplant ist, dass die NTS am 14. April den technischen Auftragnehmer bestimmt und etwa acht Monate für den Aufbau des Systems zur Verfügung stehen. Das Projekt soll im November die Testphase starten und im Dezember offiziell in Betrieb genommen werden, um die technische Grundlage für die zukünftige Umsetzung des Krypto-Vermögenssteuerrechts zu schaffen.

Die Steuerpolitik für Kryptowährungen in Südkorea ist seit langem ein politisches Zankapfel. Das Parlament verabschiedete bereits 2020 entsprechende Steuergesetze, doch unter Druck aus der Krypto-Community und bei jungen Investoren wurde die Umsetzung dreimal verschoben. Derzeit diskutieren einige Abgeordnete noch, ob Airdrops und Staking-Erträge ebenfalls steuerpflichtig gemacht werden sollen. Experten sind der Ansicht, dass mit der schrittweisen Verbesserung der regulatorischen Infrastruktur die Durchsetzung der Steuer auf Krypto-Vermögen in Südkorea weiter verstärkt werden könnte.

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