
Mit einer Limit-Kauforder legen Sie den maximalen Preis fest, den Sie für einen Vermögenswert zu zahlen bereit sind. Die Order wird nur dann ausgeführt, wenn der aktuelle Verkaufskurs am Markt Ihrem Limit entspricht oder darunter liegt. Durch die Festlegung des exakten Kaufpreises vermeiden Sie Unsicherheit bei schwankenden Marktpreisen.
Vergleichbar mit einer Alltagssituation: Sie befinden sich auf einem Flohmarkt und rufen: „Ich zahle bis zu X.“ Findet sich ein Verkäufer, der Ihren Preis akzeptiert oder günstiger anbietet, kommt das Geschäft zustande; andernfalls bleibt Ihre Order aktiv und wartet auf ein passendes Angebot.
Eine Limit-Kauforder wird von der Matching-Engine der Börse mit offenen Verkaufsorders abgeglichen. Gibt es Verkaufsorders zu Ihrem Limitpreis oder darunter, wird Ihre Order entsprechend ausgeführt. Reicht die verfügbare Menge nicht aus, erfolgt eine Teilausführung; der Rest bleibt in der Warteschlange, bis weitere passende Verkaufsorders erscheinen.
Beispiel: Sie geben eine Limit-Kauforder für BTC/USDT zu 30.000 für 0,2 BTC auf. Gibt es Verkaufsorders zu 29.980 und 29.990 im Orderbuch, wird Ihre Order zuerst zu 29.980 für 0,1 BTC und dann zu 29.990 für weitere 0,1 BTC ausgeführt. Liegt der niedrigste Verkaufspreis bei 30.100, bleibt Ihre Order offen, bis der Preis Ihrem Limit entspricht.
Limit-Kauforders erscheinen auf der Kaufseite des Orderbuchs. Das Orderbuch zeigt alle aktuellen Kauf- und Verkaufsorders auf der Plattform – eine Warteschlange aus Geboten und Angeboten.
Orderausführungen erfolgen nach dem Prinzip „Preis vor Zeit“: Höhere Kaufpreise haben Vorrang; bei identischen Preisen werden zuerst die früher platzierten Orders ausgeführt. Je näher Ihr Limitpreis am aktuellen Marktverkaufspreis liegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Ausführung. Ein zu hoher Limitpreis kann jedoch Ihre Kostenkontrolle beeinträchtigen.
Navigieren Sie in der Spot- oder Derivate-Handelsoberfläche von Gate wie folgt:
Schritt 1: Wählen Sie das gewünschte Handelspaar, indem Sie danach suchen (z. B. BTC/USDT im Spot-Handelsbereich).
Schritt 2: Wählen Sie im Orderbereich „Limit“ und geben Sie Ihren maximalen Preis sowie die Kaufmenge ein.
Schritt 3: Prüfen Sie Ihr verfügbares Guthaben und das gesamte Ordervolumen, um ausreichend Mittel bereitzustellen, und reservieren Sie einen Betrag für Gebühren oder erforderliche Margin (bei Derivaten).
Schritt 4: Nach dem Absenden der Order prüfen Sie deren Status im Orderbuch und in der Liste offener Orders. Passen Sie sie bei Bedarf an oder stornieren Sie sie.
Schritt 5: Falls verfügbar, können Sie die Option „Nur Posten“ (nur Maker) aktivieren, um sicherzustellen, dass Ihre Order nicht sofort als Taker ausgeführt wird; dies kann jedoch das Risiko erhöhen, keine Ausführung zu erhalten.
Tipp: Schützen Sie Ihr Konto und Ihr Guthaben stets – vermeiden Sie Anmeldungen an unbekannten Netzwerken oder Geräten.
Eine Limit-Kauforder bietet Preissicherheit, birgt aber Unsicherheit bezüglich der Ausführung. Eine Market-Kauforder garantiert eine sofortige Ausführung, jedoch ohne Preissicherheit. Market-Kauforders werden umgehend gegen verfügbare Verkaufsorders im Orderbuch ausgeführt, können aber zu Preisabweichungen führen.
Slippage bezeichnet die Differenz zwischen dem erwarteten Ausführungspreis und dem tatsächlich erzielten Preis, meist verursacht durch geringe Liquidität oder schnelle Kursbewegungen. Limit-Kauforders helfen, Slippage zu verringern, indem Sie einen Höchstpreis festlegen, können aber bei schnellen Kursanstiegen leer ausgehen.
Szenarienvergleich: In Märkten mit geringer Liquidität und großen Spannen zwischen Kauf- und Verkaufspreis helfen Limit-Kauforders bei der Kostenkontrolle. Wenn eine sofortige Ausführung erforderlich ist (z. B. nach einem Handelssignal), sind Market-Kauforders geeigneter.
Ein angemessener Limitpreis balanciert Ausführbarkeit und Kostenkontrolle. Orientieren Sie sich am aktuellen besten Verkaufskurs (niedrigster Verkauf), an den letzten Trades und an Unterstützungszonen, um Ihren Limitpreis im Einklang mit Ihrer Positionsstrategie festzulegen.
Drei bewährte Ansätze:
In volatilen Phasen helfen Limit-Kauforders, Überzahlungen zu vermeiden, erhöhen aber das Risiko, nicht ausgeführt zu werden. Platzieren Sie Limits nahe wichtiger Unterstützungszonen und nutzen Sie gestaffelte Strategien, um die Ausführungschancen zu erhöhen.
Bei kurzfristigen Kursschwankungen teilen Sie sowohl Ordergröße als auch Preisstaffelung auf, um Käufe auf höheren Niveaus zu vermeiden. Während starker Kursanstiege akzeptieren Sie, dass Orders möglicherweise nicht ausgeführt werden, oder nutzen Trigger-Orders für Breakout-Strategien.
Ja. Trigger-Orders (auch Stopp- oder bedingte Orders genannt) platzieren automatisch eine vordefinierte Limit-Kauforder, sobald der Markt Ihren Triggerpreis erreicht – ideal für Breakout-Einstiege oder Trendfolgestrategien.
Beispiel: Triggerpreis bei 30.200 und Limitpreis bei 30.180 für 0,2 BTC. Sobald der Kurs 30.200 erreicht, wird eine Limit-Kauforder zu 30.180 platziert – mit dem Ziel, bei einer kleinen Gegenbewegung ausgeführt zu werden. „Getriggert“ bedeutet jedoch nicht garantiert ausgeführt; steigt der Markt über Ihr Limit, ohne zurückzukehren, bleibt die Order offen.
Risikohinweis: Bei Gaps oder extremer Volatilität kann eine getriggerte Limit-Kauforder weit hinten in der Warteschlange landen, was zu Teilausführungen oder keiner Ausführung führen kann.
Die Ausführungsreihenfolge richtet sich nach Preis und Zeit: Höherpreisige und früher platzierte Limit-Kauforders werden bevorzugt ausgeführt. Wird Ihre Order direkt mit einer bestehenden Verkaufsorder abgeglichen, handeln Sie als Taker; bleibt sie im Orderbuch, sind Sie Maker.
Im Jahr 2026 bieten die meisten großen Plattformen niedrigere Gebühren für Maker-Orders (nur posten) und höhere Gebühren für Taker-Orders (Taker). Maker-Orders können die Handelskosten langfristig senken; wer sofortige Ausführung als Taker anstrebt, zahlt in der Regel mehr. Prüfen Sie die aktuelle Gebührenübersicht von Gate für Details.
Der Hauptvorteil einer Limit-Kauforder besteht in der Kontrolle von Kosten und Slippage durch Begrenzung des Kaufpreises – allerdings bleibt unklar, ob die Order ausgeführt wird. Sie eignet sich besonders für geplante Einstiege, gestaffelte Kaufstrategien oder Märkte mit mittlerer Liquidität. Für dringende Einstiege oder hochliquide Märkte empfiehlt sich die Kombination mit Market-Kauforders.
In der Praxis: Definieren Sie zuerst Ihre gewünschte Preisspanne und Mittelzuweisung; platzieren Sie Orders auf Gate gemäß Schritt-für-Schritt-Anleitung; kombinieren Sie gestaffelte Orders mit wichtigen Preisniveaus; verstehen Sie die Mechanik der Warteschlange und das Gebührenmodell. Begrenzen Sie Ihr Risiko durch Investitionsobergrenzen und regelmäßige Strategieüberprüfung.
Nein. Wird Ihre Limit-Kauforder nicht ausgeführt, hat der Marktpreis Ihr gesetztes Limit noch nicht erreicht. Die Order bleibt im Orderbuch sichtbar, bis ein Verkäufer Ihren Preis akzeptiert oder Sie sie manuell stornieren. Dies ist Standard am Markt – Plattformen führen Orders nicht heimlich aus; alle Transaktionen sind transparent einsehbar.
Sie können Ihre Order anpassen. Bei Gate stornieren Sie die ursprüngliche Order und setzen ein neues Limit näher am aktuellen Marktpreis. Es empfiehlt sich, sich an den letzten Trades und offenen Orders zu orientieren – das senkt die Kosten und erhöht die Ausführungschancen. Für schnellere Ausführung können Sie Ihr Limit schrittweise erhöhen oder auf eine Market-Kauforder wechseln.
Ja. Limit-Kauforders können in mehreren Teilausführungen abgewickelt werden. Beispiel: Bei einer Order über 100 Token werden zunächst 50, später 30 und abschließend 20 Stück ausgeführt. Jede Ausführung wird in Echtzeit aktualisiert, und Gebühren werden pro Transaktion berechnet – so bauen Sie Ihre Position flexibel auf.
Nein. Da Ihre Limit-Kauforder im Orderbuch aktiv bleibt, wird sie automatisch ausgeführt, sobald der Marktpreis Ihr Limit erreicht oder unterschreitet. Sie sichern sich so den maximalen Preis – selbst wenn der Kurs nach Ausführung weiter fällt. Dies ist einer der Hauptvorteile von Limit-Kauforders.
Nein. Sie können mehrere aktive Limit-Kauforders zu unterschiedlichen Preisen halten – sie funktionieren unabhängig voneinander. Beispiel: Käufe bei 10.000 und 9.500 ermöglichen es, bei fallenden Kursen auf verschiedenen Niveaus einzusteigen. Diese gestaffelte Strategie nutzen professionelle Trader, um die Ausführungsflexibilität über verschiedene Einstiegszonen zu maximieren.


